Das Durchhalten der Verteidiger von Budapest (die Kämpfe dauerten 50 Tage hindurch!) zeugt nicht nur vom beispiellosem Mut der deutschen und ungarischen Soldaten, sondern ist auch von großer historischer Bedeutung. Hätten die Verteidiger die Stadt einfach aufgegeben, so hätte auch die Weltgeschichte einen anderen Kurs genommen, der Großteil Europas wäre nämlich unter kommunistische Herrschaft gekommen. Das vergessen Viele.
Von ungarischer Seite war der Kommandant der Stadt General Iván Hindy, von deutscher Seite SS-Obergruppenführer Karl Pfeffer-Wildenbruch.
Die Kämpfe um Budapest dauerten vom Ende Dezember 1944 bis ca. Mitte Februar 1945. Die Verteidigung zählte ca. 75.000 Soldaten, darunter auch tausende Freiwilligen der Hungaristischen Bewegung. Die Kräfte waren etwa zur Hälfte deutsch, zur Hälfte ungarisch. Die Rote Armee (auch mit rumänischen Truppen in ihren Reihen) umschloss die gesamte Stadt und griff sowohl von der Budaer, als auch von der Pester Seite an. Wegen der zähen Verteidigung sollte die Rote Armee ihre Taktik mehrmals ändern.
Nach dem Verlust der Flughäfen und wichtiger Lebensmittellager wurde die Lage der Verteidiger immer kritischer. Um den Feind auf der Pester Seite vorübergehend stoppen zu können, wurden die Brücken gesprengt.
Parallel zu den Kämpfen in der Stadt versuchte die deutsche Kriegsführung, die Stadt zu berfreien. Unter der Führung vom SS-Obergruppenführer Herbert Otto Gille wurden extra für die Befreiung Budapests zahlreiche Elitetruppen wie zum Beispiel die Waffen-SS Divisionen “Totenkopf”, “Wiking” oder “Hitlerjugend” eingesetzt. Man griff sowohl aus südlicher, als auch aus nördlicher, nordwestlicher Richtung an. Die mutigen und aufopfernden Operationen (diese Operationen trugen den Namen "Konrad"), die auch von ungarischen Truppen unterstützt wurden, konnten Budapest zwar annähern, aber nicht erreichen und befreien.
Die noch ca. 44.000 am Leben gebliebenen Verteidiger wollten sich unter keinen Umständen ergeben. So versuchten sie, aus der Stadt auszubrechen. Da die russischen Truppen inzwischen auch ständig verstärkt wurden und mit dem Ausbruch der Verteidiger rechneten, endete der Ausbruch in einem furchtbaren, riesigen Blutbad. Die Russen kannten keine Gnade. Nur ganz Wenigen gelang es, die deutschen Truppen zu erreichen.
Auch tausende Zivilisten wollten die Stadt mit den Soldaten verlassen. Diese verzweifelten Menschen hatten keine Chance. Die Straßen wurden schnell voll von Leichen. Die Stadt konnten nur etwa 16.000 Soldaten verlassen, die in kleineren oder größeren Gruppen in den Budaer Bergen den sicheren Weg zu den deutschen Truppen in der Nähe Budapests zu finden versuchten. Die Anzahl der Soldaten, die die deutschen Linien erreichen konnten, durfte nicht mehr als 700 sein. Auf Diejenigen, die in der Stadt geblieben sind (vor allem die Verwundeten und natürlich die Zivilbevölkerung) warteten unvorstellbare Grausamkeiten.
Aus dem Archiv der ehemaligen Nachrichtenseite "Der Freiwillige"


